VEREINSZIELE

Förderung der Einrichtung des Nationalpark Steigerwald

Die Einrichtung eines Nationalparks im Steigerwald stellt unser Hauptziel dar. Unsere Vereinsarbeit ist voll darauf ausgerichtet. Wir unterstützen den Nationalpark aus ökonomischen und ökologischen Gründen. Wir möchten jedoch den Nationalpark auch inhaltlich mitgestalten und stellen an unsere Vereinsarbeit hohe Ansprüche. Daher haben wir ausgehend von §3 unserer Satzung folgende weitere Ziele formuliert:

 


Interessen der Bevölkerung wahren

Ein Nationalpark bringt für die lokale Bevölkerung immense Vorteile. Immer wieder wurde von Kritikern – im Falle eines Nationalparks - die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Brennholz in Frage gestellt. Die Befürchtung gab es bei vielen Nationalparks in deren Vorfeld, doch eingetreten sind diese Befürchtungen nie. Warum? Weil die Brennholzversorgung der lokalen Bevölkerung in den Nationalparkverordnungen festgelegt und geregelt wurde.

 

Im Falle des Steigerwalds kommt hinzu, dass die stillgelegte Fläche des Staatswaldes im Steigerwald insgesamt zu klein ist, um die Versorgung mit Brennholz zu gefährden. Wir werden uns – als Bürgerverein der Nationalparkbefürworter – im Rahmen der politischen Ausarbeitung der Nationalparkverordnung dafür einsetzen, dass die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Brennholz in der Verordnung geregelt wird. Wir werden uns auch dafür einsetzen, dass keine Arbeitsplätze in der Waldwirtschaft und der holzverarbeitenden Industrie wegfallen.

 

Sachliche Information der Menschen

Der Nationalpark Steigerwald hätte vielfältige ökonomische und ökologische Vorteile für die Region. In den vergangenen sieben Jahren kam es zu einer gezielten Fehlinformation durch die Gegner des Nationalparks. Am Anfang gab es verständliche Befürchtungen. Natürlich fürchten z.B. private Waldbesitzer Einschränkungen. Es ging und geht jedoch nicht im Geringsten um Privatwälder, sondern ausschließlich um staatlichen Wald. Dieses Beispiel verdeutlicht, was in den vergangenen Jahren stattgefunden hat. Befürchtungen wurden – und ist das im politischen Sinne Tragische – gezielt und systematisch geschürt, bis aus den Befürchtungen der Menschen Ängste und aus Ängsten Hass wurde.

 

Jeder Lokalpolitiker, der fortan als Gegner auftrat, konnte im Anschluss darauf zählen, dass sich der produzierte Hass in Wahlergebnissen niederschlägt. Deswegen ist in den unterfränkischen Gemeinden rund um das vorgeschlagene Nationalparkgebiet kein Lokalpolitiker an einer Entspannung der Lage und an einer sachlichen Information interessiert: Der selbsterzeugte Hass und all die Ängste in der Bevölkerung sind politisches Kapital, mit dem man sich profilieren kann.

Unsere gewählten Volksvertreter handeln gegen unsere Interessen, weil es ihnen politisch nützt. Mehr noch: Ein Teil der Bevölkerung ist so indoktriniert worden, dass sie sich öffentlich und äußerst aggressiv gegen den Nationalpark aussprechen, obwohl sie selbst davon profitieren würden. In anderen Worten: Man hat die Bevölkerung dazu gebracht gegen ihre eigenen Interessen zu handeln.

 

Wir möchten dieses politische Gebaren durchbrechen, weil unsere Region und die Menschen daran leiden. Wir werden sachlich und faktenbasiert informieren. Wir möchten die Menschen überzeugen, indem wir Fragen aufwerfen und Vorteile aufzeigen. Zusammen werden wir unser Naturerbe bewahren und unsere Heimat stärken.

 

Unabhängigkeit

Wir sind an einer Stärkung der Region und der Bewahrung unserer einzigartigen Buchenwälder interessiert. Dies erreichen wir durch eine Arbeit, die grundsätzlich überkonfessionell, überparteilich und unabhängig von Naturschutzverbänden stattfindet. Dennoch: Alle Organisationen und Vereinigungen, die einen Nationalpark unterstützen sind potentielle Kooperationspartner.

 

UNESCO-Weltnaturerbe

Über den Nationalparkstatus hinaus streben wir die Erlangung des UNESCO-Weltnaturerbe-Status für das entstehende Schutzgebiet an. Damit entstünde in Franken ein einzigartiges Gebiet: Drei UNESCO-Welterbestätten in unmittelbarer Nähe. Die UNESCO-Kulturerbe-Stätten Würzburg und Bamberg würden das UNESCO-Welterbe Steigerwälder Buchen geografisch einklammern.

 

Nicht nur für den Steigerwald, sondern auch für ganz Franken wäre dies eine massive Aufwertung. Dies bedeutet größere Bekanntheit, mehr Tourismus, mehr Arbeitsplätze, mehr Regionalförderung und mehr Steuereinnahmen.